3. Weiterführende Informationen, Objekt berechnungsKonfiguration, Objekt zaehlerTypEdi und Fehlersuche
Informationen zu den Netzentgeltdaten per API
Weiterführende Informationen
Konzessionsabgabe
Wird eine spezifische Konzessionsabgabe (1-4, 7) ausgewählt, dann wird der vollständige Verbrauch mit dieser Konzessionsart berechnet.
Alternativ besteht die Möglichkeit, die Konzessionsabgabe anhand der Konzessionsabgabenverordnung (KAV) berechnen zu lassen - dabei entweder unter Berücksichtigung der Sonderregelung (6) oder ohne (5).
Bei Berechnung nach KAV mit Sonderregelung (6) wird nach §2 Abs. 7 KAV automatisch angenommen, dass die gemessene Leistung mindestens in zwei Monaten des Abrechnungsjahres 30 kW übersteigt (unabhängig von der übergebenen Leistung). Die Ermittlung der abzuführenden Konzession geschieht nach folgendem Schema:

Für die Berechnung der Konzessionsabgabe bei Schwachlasttarif wird nur der VerbrauchNT berücksichtigt. Folglich ergibt sich für den anderen Anteil der Konzessionsabgabe eine Berechnung mit VerbrauchHT.
Verwendung der BULK-Berechnung
Die Methoden getBerechnungenStichtag und getBerechnungenZeitscheibe ermöglichen eine gleichzeitige Berechnung mehrerer Anfragen (Requests). Dazu werden innerhalb der Methoden mehrere param-Objekte übergeben. Zur Identifizierung der Anfrage kann über den Parameter uid eine eindeutige Kennung (Typ string) übergeben werden.
Verwendung der Methode getBerechnungenZeitscheibe
Die Methode wurde zunächst dazu entwickelt, um Netzbetreiberrechnungen (INVOIC) zu prüfen. Sie kann aber ebenfalls für die Angebotskalkulation, sowie für die Erstellung von Schatten-Rechnungen genutzt.
Zeiträume
- gueltigVon - gueltigBis
Als Abrechnungszeitraum ist der Zeitraum gemeint, für den die Rechnung gestellt wird (nicht der gesamte Zeitraum, seit der letzten Jahresabrechnung).
- Abgedeckter Abrechnungszeitraum
Sind Angaben in einem Mengen-Objekte vorhanden, so müssen die übermittelten Zeitscheiben mindestens den Abrechnungszeitraum abdecken.
- Überschneidende Zeiträume
Die Zeiträume dürfen sich innerhalb eines Mengenobjektes, für positive und negative Mengen getrennt betrachtet, nicht überschneiden.
- Lückenlose Zeiträume
Die übergebenen Zeiträume dürfen pro Mengen-Objekt keine Lücken aufweisen.
Mengen
Negative Mengen, z.B. bei bereits geleisteten Zahlungen, werden als negative Werte übergeben.
Generell müssen Mengen für denselben Zeitraum, aber getrennt nach positiv und negativ, zusammengefasst werden.
Bei der Verbrauchsaufteilung über die Zeitscheiben hinweg wird eine Gleichverteilung angenommen.
Für den Fall, dass z.B. eine Jahresrechnung erstellt werden soll und somit der Gesamtverbrauch nach dem tatsächlichen Verbrauch für zwei Kalenderjahre mit unterschiedlichen Entgelten aufgeteilt werden muss, verwendet der Service weiterhin eine Gleichverteilung. Die nutzende Person hat die Möglichkeit, bspw. über die Methode getEntgeltIDExtended, die Aufteilung der Entgeltzeitscheiben je Netzbetreiber vorher abzurufen und Mengen selbst zu verteilen. Es werden jedoch meist schon die Zeiträume netzbetreiberseitig in der INVOIC übermittelt.
Gesetzliche Abgaben
Es ist möglich, für die gesetzlichen Abgaben separate Verbrauchswerte zu übergeben.
Wenn die Objekte nicht verwendet (leer übergeben) werden, dann werden diese Abgaben anhand des im Abrechnungszeitraum gültigen Verbrauchs ermittelt.
Benutzungsstunden
Es gibt die Möglichkeit einen Wert für Benutzungsstunden (benh) direkt zu übergeben.
Wird kein Wert übergeben, so muss dieser berechnet werden, um für RLM-Abnahmestellen die korrekten Preise ermitteln zu können. Dies geschieht, indem
- alle (über alle Zeitscheiben hinweg) positiven Verbräuche addiert werden
- diese Summe auf ein Jahr (365 Tage) hochgerechnet wird
- und dieser Wert (Ergebnis aus 2.) durch die Maximalleistung geteilt wird.
Der somit berechnete Wert ist generell im Rückgabeparameter benhBerechnung zu finden.
Abrechnungsmodelle
Die Abrechnungsmodelle werden von der GET AG gepflegt. Da es sich hierbei um nicht öffentliche Informationen handelt, bitten wir alle Nutzer des Services evtl. vorhandene Abweichungen an uns zu kommunizieren.
Als temporäre Lösung für den Anwender besteht die Möglichkeit, die erfassten Modelle zu übersteuern.
Zeitfaktor
Tag – Es wird tagesgenau abgerechnet
Monat – Es wird monatsbasierend abgerechnet
Mengenmodell
- auffüllendes/kumulierendes Modell
Die Verbräuche werden über das komplette Abrechnungsjahr stets aufsummiert, um die entsprechende Zielstaffel mit den Preisen zu identifizieren.
- Monatsmodell
Es wird jeder Monat für sich allein betrachtet berechnet. Dazu werden die Staffelgrenzen entsprechend des Zeitfaktors gewichtet. Z.B. werden für einen Monat die Staffelgrenzen gezwölftelt. Die Verbräuche der Vorzeiträume werden dabei nicht berücksichtigt.
Netzbetreiber rechnen die Kosten für Messung bzw. Abrechnung entweder zeitbasiert oder vorgangsbasiert ab. Der von der API zurückgegebene Preis (wert) ist immer zeitbasiert.
Eine Differenzierung ist über den Parameter zeitEinheit möglich. Rechnet der Netzbetreiber zeitbasiert ab, ist dies mit DAY gekennzeichnet, wohingegen eine vorgangsbasierte Abrechnung die zeitEinheit PCS besitzt.
Rabatte
Innerhalb der Zeitscheibenmethode (getBerechnungenZeitscheibe) können Rabatte übergeben werden, welche dann im Ergebnis gesondert ausgewiesen werden.
Z01 Gemeinderabatt (KAV §3):
- Übergeben wird innerhalb des rabatt-Objektes der Parameter rabattTyp mit „Z01“ und die rabattHoehe in Prozent
- Der Gemeinderabatt wird auf alle Preiskomponenten angewendet
Z02 Umspannungszuschlag:
- Der Umspannungszuschlag wird von der GET AG grundsätzlich im Ergebnis verrechnet, jedoch nicht explizit ausgewiesen
- Bei Übergabe des Parameters rabattTyp mit „Z02“ wird dieser dann detailliert innerhalb des Rabatt-Objektes ausgewiesen
- Der Umspannungszuschlag kann je nach Definition des Netzbetreibers auf die Preiskomponenten Arbeitspreis und/oder Leistungspreis angewendet werden
Z03 allein genutzte Betriebsmittel (§19, Absatz 3 StromNEV):
- Dieser Rabatt wird in der aktuellen API nicht berücksichtigt!
Z04 Rabatt individuelles Netzentgelt (§19, Absatz 2 StromNEV):
- Übergeben wird innerhalb des rabatt-Objektes der Parameter rabattTyp mit „Z04“ und die rabattHoehe in Prozent
- Der Rabatt wird auf die Preiskomponente Leistungspreis angewendet
Fallbacks SLP Entgelttypen
In die Berechnungsmethoden wurden verschiedene Fallbacks implementiert, welche dann greifen, wenn mit einem Entgelttypen angefragt wird, welcher aber nicht veröffentlicht und somit auch nicht erfasst wurde.
Untenstehend ist die aktuelle Fallback-Systematik dokumentiert.

Zählerermittlung
RLMBei der Berechnung von RLM-Netzentgelten wird folgende Priorität bei den Zählern beachtet:
- Zähler mit offenem (Strom-) Wandler
- Zähler mit gekoppeltem (Strom- und Spannungs-) Wandler
- Zähler ohne Wandler
Bei Input zaehlerart=0 wird der zur Berechnung verwendete Zähler anhand des Entgelttyps ermittelt. Für die Entgelttypen 1, 3, 6 und 7 sowie 5, wenn ein einheitlicher Arbeitspreis ganzjährig gilt, wird der Eintarifzähler verwendet. Für die Entgelttypen 2 und 4 sowie 5, wenn es in Abhängigkeit von Schaltzeiten unterschiedliche Arbeitspreise gibt, wird der Zweitarifzähler verwendet. Dabei wird immer ein Drehstromzähler einem Wechselstromzähler vorgezogen.
Einbindung Ortsinformations-API für netzbetreiberscharfe Kalkulation
Für den Kalkulationsprozess ist es mitunter erforderlich, zu einer konkreten Abnahmestelle (PLZ, Ort, Strasse, Hausnummer) die Netzentgelte zum dort zuständigen Netzbetreiber zu kalkulieren. Bei den Berechnungsmethoden (getBerechnungenStichtag, getBerechnungenZeitscheibe) gibt es nur die Möglichkeit, als Lokation eine PLZ zu übergeben. Zusätzlich kann aber die Verbandsnummer des Netzbetreibers übergeben werden.
Um nun im Vorfeld zu der konkreten Abnahmestelle den Netzbetreiber zu ermitteln, sollte die Methode getOrtsinfoExtended der Ortsinformations-API genutzt werden.
Der Prozess zur hausnummernscharfen Netzentgelt-Kalkulation würde somit wie folgt aussehen:
- Übergabe der Lokations-Parameter an die Methode getOrtsinfoExtended der Ortsinformations-API
- Die ermittelte Verbandsnummer wird zusammen mit der PLZ an die Berechnungsmethode der Netzentgelte-API übergeben
Einen Zugang für die Ortsinformations-API, sowie Dokumentationen und Testprojekte, erhalten Sie von unserem Support.
Individuelle Konzessionsabgaben
Einige Netzbetreiber veröffentlichen für den Bereich Strom Listen mit individuellen Konzessionsabgaben für bestimmte Gebiete (PLZ, Ort). Diese Konzessionsabgabensätze unterscheiden sich teilweise stark von den allgemeinen Werten. So gibt es z.B. Fälle, bei denen in einer Örtlichkeit für alle Konzessionsarten (Tarif, Schwachlast, Sonder) die Höhe der abgerechneten KA „0“ beträgt. Möglich sind auch Fälle, dass der KA-Satz verbrauchsabhängig ist oder nur für bestimmte Kundenarten (z.B. Landwirtschaft) gilt.
Diese individuellen KA-Sätze werden seit Ende 2015 von der GET AG recherchiert, in der Datenbank hinterlegt und bei der Entgelt-Berechnung berücksichtigt.
Die individuellen KA-Sätze können über die Methode getLokationsEntgeltInfo ausgegeben werden. Bei den Berechnungsmethoden besteht die Möglichkeit, wahlweise die individuelle KA oder die gesetzliche KA in die Berechnung einfließen zu lassen. Dies ist im Abschnitt zur Berechnungskonfiguration beschrieben.
Individuelle Netzentgelte
Über die Methode getEntgeltIndividuell besteht die Möglichkeit, vom Netzbetreiber veröffentlichte Daten zu Zählpunkten mit Individuellen Netzentgelten abzufragen.
Dabei werden die Daten in Rohform ausgegeben, wie diese vom Netzbetreiber veröffentlicht wurden.
Basis der Erfassung ist in der Regel ein Zählpunkt, zu dem entweder ein Gesamtpreis für das Entgelt in € oder eine Angabe zum Nachlass in % vorliegt. Aufgrund der unterschiedlichen Arten der Veröffentlichung gibt es hierbei verschiedene Ausprägungen einzelner, wie z.B. 3 Parameter für die Spannungsebene.
Zusatzkostenprofile
Es besteht die Möglichkeit, die Zusatzkosten individuell über Profile, vgl. Objekt ZusatzkostenGruppen, im Input zu definieren. Dabei kann eine allgemeine Logik (Wandler enthalten ja/nein) verwendet werden, aber auch direkt ein Zusatzkostentyp (gekoppelter Wandler 0,4kV) übergeben werden, welcher dann in der Entgelt-Kalkulation berücksichtigt wird.
Berechnung Blindarbeit und Blindmehrarbeit
In den Methoden getBerechnungenStichtag und getBerechnungenZeitscheibe besteht die Möglichkeit, wahlweise die Blindarbeit oder die Blindmehrarbeit zu kalkulieren.
getBerechnungenStichtag
- über die Parameter blindarbeitHT und blindarbeitNT kann die Menge für die Blind- bzw. Blindmehrarbeit übergeben werden
- der Parameter blindarbeitTyp gibt an, was die übergebene Menge darstellt:
- „0“ (auch default-Wert): die übergebene Menge ist die aufgelaufene Blindmehrarbeit; diese wird komplett mit den in der Datenbank hinterlegten Preisen für die Blindarbeit verrechnet
- „1“: die übergebene Menge ist die erfasste Blindarbeit; aus dem übergebenen Verbrauch und der vom Netzbetreiber veröffentlichten Freigrenze wird daraus die Menge der Blindmehrarbeit ermittelt und mit den Blindarbeitspreisen verrechnet
getBerechnungenZeitscheibe
- über die Objekte blindarbeitHT und blindarbeitNT können zeitabhängige Mengen für die Blind- bzw. Blindmehrarbeit übergeben werden
- der Parameter blindarbeitTyp gibt an, was die übergebene Menge darstellt:
- „0“ (auch default-Wert): die übergebene Menge ist die aufgelaufene Blindmehrarbeit; diese wird komplett mit den in der Datenbank hinterlegten Preisen für die Blindarbeit verrechnet
- „1“: die übergebene Menge ist die erfasste Blindarbeit; aus dem übergebenen Verbrauch und der vom Netzbetreiber veröffentlichten Freigrenze wird daraus die Menge der Blindmehrarbeit ermittelt und mit den Blindarbeitspreisen verrechnet
Berücksichtigung der Zählerkosten gemäß MsbG
Im Rahmen des Messstellenbetriebsgesetzes (MsbG) für den Bereich Strom veröffentlichen die meisten Netzbetreiber Preise für moderne Messeinrichtungen (mME) und intelligente Messsysteme (iMSys).
Zusätzlich werden auch oftmals separate Preise für Zusatzkosten (Tarifschaltung, Wandler,…) zu den MsbG-Zählern veröffentlicht.
Diese Preise werden, neben den konventionellen Zählerkosten, von der GET AG erfasst und können über eine separate Lizenz in der Strom Netzentgelt API 2.0 angefragt werden.
Wenn die MsbG-Preise freigeschalten wurden, so sind diese über folgende Methoden nutzbar:
- Berücksichtigung der MsbG-Zähler in den Berechnungsmethoden getBerechnungenStichtag und getBerechnungenZeitscheibe; hier können die Zähler explizit über die Zähler-IDs 24 (iMSys) und 25 (mME) ausgewählt werden
- Berücksichtigung der MsbG-Zähler in den Preisblattmethoden getEntgelte und getEntgelteUniversal; hier können dann auch die Rohdaten der von den Netzbetreibern separat veröffentlichten Preisblätter mit den MsbG-Preise abgerufen werden
Hinweis zu 1.:
Wenn bei der Berechnung der Netzentgelte ein MsbG-Zähler ausgewählt wird, der Netzbetreiber aber keine Preise dazu veröffentlicht hat, werden zur Kalkulation die gesetzlichen Preisobergrenzen genutzt. Siehe dazu auch „Gesetz über den Messstellenbetrieb und die Datenkommunikation in intelligenten Energienetzen (Messstellenbetriebsgesetz - MsbG)“, §31 und §32 https://www.gesetze-im-internet.de/messbg/MsbG.pdf
Allgemeine Hinweise
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Parameter |
Hinweis |
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Datum |
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gueltigBis |
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gueltigVon |
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Preise/Kosten |
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Berechnungshinweise
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Komponente |
Hinweis |
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entgeltFuerEinbau BetriebWartung Messtechnik |
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entgeltFuerMessung UndAblesung |
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entgeltFuerAbrechnung |
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entgeltTyp |
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Konzessionsabgabe |
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Kundenart |
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gesamtpreis |
Wird gebildet aus der Summe aus
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Objektdefinition dynamischeAngaben
Das Objekt „dynamischeAngaben“ ist in der aktuellen Version des Strom Netzentgelte Web Service ohne Funktion und muss somit nicht übergeben werden.
Zweck dieses Objektes ist es, auf mögliche zukünftige Anforderungen hinsichtlich Steuerung bzw. Filterung der Ausgabe reagieren zu können, ohne eine Strukturanpassung an der API durchführen zu müssen.
Zum Objekt dynamischeAngaben gehören folgende Unterobjekte.
IdObjGruppe
|
Parameter |
Typ |
Beschreibung |
|
intObj |
object |
Siehe Objekt IntIdObj |
|
doubleObj |
object |
Siehe Objekt DoubleIdObj |
|
stringObj |
object |
Siehe Objekt StringIdObj |
|
dateObj |
object |
Siehe Objekt DateIdObj |
IntIdObj
|
Parameter |
Typ |
Beschreibung |
|
BasisIdObj |
object |
Siehe Objekt BasisIdObj |
|
listenWert |
int |
Übergabe eines int-Listenwertes |
|
wert |
int |
Übergabe eines int-Wertes |
DoubleIdObj
|
Parameter |
Typ |
Beschreibung |
|
BasisIdObj |
object |
Siehe Objekt BasisIdObj |
|
listenWert |
double |
Übergabe eines double-Listenwertes |
|
wert |
double |
Übergabe eines double-Wertes |
StringIdObj
|
Parameter |
Typ |
Beschreibung |
|
BasisIdObj |
object |
Siehe Objekt BasisIdObj |
|
listenWert |
string |
Übergabe eines string-Listenwertes |
|
wert |
string |
Übergabe eines string-Wertes |
DateIdObj
|
Parameter |
Typ |
Beschreibung |
|
BasisIdObj |
object |
Siehe Objekt BasisIdObj |
|
listenWert |
date |
Übergabe eines date-Listenwertes |
|
wert |
date |
Übergabe eines date-Wertes |
BasisIdObj
|
Parameter |
Typ |
Beschreibung |
|
id |
int |
Übergabe einer ID |
|
name |
string |
Übergabe eines Namen |
|
beschreibung |
string |
Übergabe einer Beschreibung |
Objekt berechnungsKonfiguration
Über das Objekt berechnungsKonfiguration können verschiedene Einstellungen bei der INVOIC-Prüfung gesteuert werden.
Im Moment sind die folgenden Optionen definiert:
Steuerung individuelle oder gesetzliche Konzessionsabgabe
berechnungsKonfiguration id=1
Über die id „1“ kann der Nutzer steuern, ob bei der Kalkulation entgegen den Voreinstellungen stets die gesetzlichen Konzessionssätze genutzt werden sollen.
Standardmäßig werden, sofern erfasst, die von den Netzbetreibern zu verschiedenen Lokationen veröffentlichten individuellen KA-Sätze genutzt.
berechnungsKonfiguration id="1" wert="0" (default):
Wenn die GET AG zu einer Lokation individuelle KA-Sätze erfasst hat, werden diese bei der Kalkulation berücksichtigt.
berechnungsKonfiguration id="1" wert="1":
Bei der Kalkulation werden stets die gesetzlichen KA-Sätze berücksichtigt.
Rundung ausschalten
Standardmäßig werden die Parameter in den Berechnungsmethoden (getBerechnungenStichtag und getBerechnungenZeitscheibe) gerundet. Der Nutzer hat jedoch die Möglichkeit, die Rundung über die Berechnungskonfiguration auszuschalten.
Dies wird über die berechnungsKonfiguration id „2“ gesteuert.
berechnungsKonfiguration id="2" wert="0" (default)
Die Rundung ist eingeschaltet. Die Parameter werden somit wie folgt gerundet.
Methode getBerechnungenZeitscheibe:
- Berechnete Werte werden mit zwei Nachkommastellen ausgegeben
- Dies betrifft die Parameter
- blindarbeit
- entgeltFuerAbrechnung
- entgeltFuerEinbauBetriebWartungMesstechnik
- entgeltFuerMessungUndAblesung
- entgeltZaehlerpreisAblesung
- entgeltFuerFernauslesung
- gesamtpreis
- grundpreis
- leistung
- wirkarbeitHT
- wirkarbeitNT
- konzessionsabgabe
- kwkg
- eegUmlage
- offshoreUmlage
- abschaltumlage
- sonderkundenaufschlag
- Referenzwerte (Bezeichnung „referenzwert“) werden mit bis zu sechs Nachkommastellen ausgegeben; dies betrifft alle Detail-Objekte, wie z.B.
- leistungDetails
- wirkarbeitHTDetails
- wirkarbeitNTDetails
- messungDetails
- msbDetails
- Objekte zu den Abgaben- und Umlagen-Details
- Die berechneten Werte (Bezeichnung „wert“) innerhalb der Detail-Objekte werden mit zwei Nachkommastellen ausgegeben; dies betrifft auch die Parameter rabattWert und rabattHoehe innerhalb des Objektes „rabatte“
- Die Mengen (Bezeichnung „menge) innerhalb der Detail-Objekte werden mit bis zu sechs Nachkommastellen ausgegeben
Methode getBerechnungenStichtag:
- Alle berechneten Werte werden mit zwei Nachkommastellen ausgegeben
- Referenzwerte (Bezeichnung „referenzwert“) werden mit bis zu sechs Nachkommastellen ausgegeben; dies betrifft das Objekt „pauschalkosten“
- Die berechneten Werte (Bezeichnung „wert“) innerhalb des „pauschalkosten“-Objektes werden mit zwei Nachkommastellen ausgegeben
- Die Mengen (Bezeichnung „menge) innerhalb des „pauschalkosten“-Objektes werden mit bis zu zwei Nachkommastellen ausgegeben
berechnungsKonfiguration id="2" wert="1"
Die Rundung ist ausgeschaltet. Die berechneten Parameter werden somit ungerundet ausgegeben.
Einstellbare Rundungen
Mit der berechnungsKonfiguration id="20" kann die Rundung in den Berechnungsmethoden folgendermaßen übersteuert werden:
|
Request - Auszug |
Art der Rundung |
|
<objs:berechnungsKonfiguration id="20" name="Rundungsmodus" wert="0"> </objs:berechnungsKonfiguration>
|
Rundung für Rohdaten und berechnete Wert ist deaktiviert. Es werden alle Nachkommastellen ausgegeben |
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<objs:berechnungsKonfiguration id="20" name="Rundungsmodus" wert="1"> </objs:berechnungsKonfiguration>
|
Ist gleichzeitig die Defaulteinstellung, wenn die Berechnungskonfiguration nicht übergeben wird. Rohdaten werden mit 4 Nachkommastellen und berechnete Werte mit 2 Nachkommastellen gerundet ausgegeben. Fehlende Nachkommastellen werden mit 0en aufgefüllt. |
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<objs:berechnungsKonfiguration id="20" name="Rundungsmodus" wert="2"> </objs:berechnungsKonfiguration>
|
Rohdaten werden mit 2 Nachkommastellen und berechnete Werte mit 2 Nachkommastellen gerundet ausgegeben. Fehlende Nachkommastellen werden mit 0en aufgefüllt. |
|
<objs:berechnungsKonfiguration id="20" name="Rundungsmodus" wert="3"> </objs:berechnungsKonfiguration>
|
Rohdaten werden mit 3 Nachkommastellen und berechnete Werte mit 3 Nachkommastellen gerundet ausgegeben. Fehlende Nachkommastellen werden mit 0en aufgefüllt. |
Beispiel für Ausgabe von ungerundeten Werten:
…
<objs:ausgabeKonfiguration>0</objs:ausgabeKonfiguration>
<objs:berechnungsKonfiguration id="20" name="Rundungsmodus" wert="0">
</objs:berechnungsKonfiguration>
…
§14a EnWG - Berechnung Netzentgeltreduzierung nach Modul 1, Modul 2 und Modul 3 bei netzorientierter Steuerung von steuerbaren Verbrauchseinrichtungen
Die Stromnetzentgelt-API wurde in den Methoden getBerechnungenStichtag" und "getBerechnungenZeitscheibe" um die Möglichkeit erweitert, die Netzentgeltreduzierung nach §14a EnWG mit Modul 1, 2 und 3 zu berechnen und auszugeben.
Angefragt wird dies durch folgende zusätzlichen Request-Parameter:
Beispiel SOAP Request-Erweiterung:
.....
<objs:berechnungsKonfiguration id="30" name="BERECHNUNGSKONFIGURATION" wert="1">
</objs:berechnungsKonfiguration>
<objs:berechnungsKonfiguration id="31" name="BERECHNUNGSKONFIGURATION" wert="1">
</objs:berechnungsKonfiguration>
.....
Beispiel Swagger Request-Erweiterung:
.....
"berechnungsKonfiguration": [
{
"id": 30,
"name": "BERECHNUNGSKONFIGURATION",
"wert": 1
},
{
"id": 31,
"name": "BERECHNUNGSKONFIGURATION",
"wert": 1
}
]
.....
- Mit berechnungsKonfiguration id="30" und name="BERECHNUNGSKONFIGURATION" wert="1" wird die generelle netzorientierte Steuerbarkeit angefragt.
- Zusätzlich muss übergeben werden, ob das Stromnetzentgelt der Abnahmestelle nach:
- Modul 1 (<objs:berechnungsKonfiguration id="31" name="BERECHNUNGSKONFIGURATION" wert="1">) oder
- Modul 2 (<objs:berechnungsKonfiguration id="31" name="BERECHNUNGSKONFIGURATION" wert="2">) oder
- Modul 3 (<objs:berechnungsKonfiguration id="31" name="BERECHNUNGSKONFIGURATION" wert="3">) berechnet werden soll.
- Im Fall der Berechnung von Modul 3 müssen zusätzlich die Verbräuche der jeweiligen Tarifzeiten in der Berechnungskonfiguration übergeben werden, wobei das Attribut "wert" die Höhe des kumulierten Verbrauchs in dieser Zeit angibt:
- Standardtarif (<objs:berechnungsKonfiguration name="verbrauchSTModul3" wert="1000">)
- Hochtarif (<objs:berechnungsKonfiguration name="verbrauchHTModul3" wert="800">)
- Niedertarif (<objs:berechnungsKonfiguration name="verbrauchNTModul3" wert="1200">)
- ⚠️Es ist zu beachten, dass die Attribute verbrauchHT und verbrauchNT bei der Modul 3-Berechnung ignoriert werden.
Beispielhafte Ausgabe (Auszug):
SOAP-Response:
Modul 1
<ns4:dynamischeAngaben>
<ns4:doubleObj wert="-45.0811" name="netzentgeltReduzierung"/>
</ns4:dynamischeAngaben>
Modul 2
<ns4:dynamischeAngaben>
<ns4:doubleObj wert="-0.04866" name="netzentgeltReduzierung"/>
<ns4:doubleObj wert="0.03244" id="122017" name="prozentualReduzierterArbeitspreis"/>
</ns4:dynamischeAngaben>
Modul 3
<ns4:dynamischeAngaben>
<ns4:doubleObj wert="-62.3215010934" name="netzentgeltReduzierung"/>
</ns4:dynamischeAngaben>
<ns4:dynamischeAngaben>
<ns4:doubleObj wert="0.0752" name="arbeitspreisSTModul3"/>
<ns4:doubleObj wert="0.1504" name="arbeitspreisHTModul3"/>
<ns4:doubleObj wert="0.0083" name="arbeitspreisNTModul3"/>
<ns4:doubleObj wert="7.52" name="arbeitspreisSTModul3CtKWh"/>
<ns4:doubleObj wert="15.04" name="arbeitspreisHTModul3CtKWh"/>
<ns4:doubleObj wert="0.83" name="arbeitspreisNTModul3CtKWh"/>
<ns4:doubleObj wert="75.2" name="wirkarbeitSTModul3"/>
<ns4:doubleObj wert="150.4" name="wirkarbeitHTModul3"/>
<ns4:doubleObj wert="8.3" name="wirkarbeitNTModul3"/>
<ns4:doubleObj wert="233.9" name="wirkarbeitGesamtModul3"/>
<ns4:doubleObj wert="8.3" name="netzentgeltReduzierungAbweichungModul1Modul3"/>
</ns4:dynamischeAngaben>
Swagger-Response:
Modul 1
"dynamischeAngaben": [
{
"doubleObj": [
{
"name": "netzentgeltReduzierung",
"wert": -132.101890756
}
]
}
]
Modul 2
"dynamischeAngaben": [
{
"doubleObj": [
{
"name": "netzentgeltReduzierung",
"wert": -126.953184
},
{
"id": 121998,
"name": "prozentualReduzierterArbeitspreis",
"wert": 0.0346
}
]
}
]
Modul 3
Objekt zaehlerTypEdi
Das Objekt zaehlerTypEdi ist im Moment ohne Funktionalität.
Fehlersuche
FehlerCodes:
Zur Identifizierung der Fehlerursachen nutzen Sie bitte die in der Methode getParameter aufgeführten fehlerCodes.
Bei weiterführenden Fragen wenden Sie sich bitte an den Support der GET AG (support@get-ag.com).
Senden Sie zu jeder Anfrage auch folgende Angaben mit:
- API-Bezeichnung und –Versionsnummer
- den vollständigen Request und den Response
- FehlerCode
- iTag